Spontanbericht I statt Gänseblümchen

Ich hatte im letzten Beitrag ja schon von meinen Spontananfällen geschrieben. Nun statts der Gänseblümchen der letzten Woche also lieber ein Spontanbericht.

Im RailJet der ÖBB in der ersten Klasse von Stuttgart nach München? Klasse! Hat richtig viel Spaß gemacht und war sehr entspannend. Auch wenn die Abfahrtszeit mit 6:58 für einen Samstag und mich Nachteule extrem unmenschlich war. Entsprechend entspannt bin ich dann am Seminarort angekommen.

Erstes großes Hä? war, als ich feststellte, dass alle anderen sich irgendwie in irgendeiner Form kannten. Ich war also als externer Joker in einen Versuchsballon gestolpert 😀 Hab mich innerlich scheckig gelacht, war aber trotzdem sehr gespannt.

Der Arbeitsplatz barg eine mehr als positive Überraschung. Es stand was von Notizbuch und Stiften, und ner Überraschung. Das Notizbuch stellte sich als großartiges Ringbindungsbuch mit richtig gutem Skizzenpapier in einer Größe irgendwo zwischen A5 und A4 heraus. Die Stifte? Faber Castell, Pitt Artist, genau meine Kragenweite, ein schwarzer Fineliner in S, grau und orange als Pinselspitze.
Die Überraschung? Eine Sketchnote-Tasse. Sozusagen ein Spickzettel für den Arbeitstisch 😀

Der Ablauf des Seminars war sehr gelungen. Auch wenn ich nicht mehr viel grundlegend Neues lernen konnte (hatte ja schon einiges an Literatur gelesen) so fand ich den Austausch mit anderen (angehenden) Sketchnotern sehr bereichernd. Jetzt also üben, üben, üben, üben 😀 Was ich auch vorhabe. Nun denn, mit frohem Blick voraus in die nächste Woche.

Der Rückweg? Nach schlotterndem Warten auf dem Bahnsteig (wär ich doch nur zum Hauptbahnhof gefahren!) war der Rückweg im Deutschen IC genauso bequem, wie im österreichischen Pendant. Einziges Manko – die Österreicher kamen morgens fragen, ob man Kaffee oder Frühstück mag. Die Deutschen habe ich jenseits von „Die Fahrscheine bitte!“ nicht gesehen.

Spontan ist, wenn man’s trotzdem macht, Part x

Wieder einmal sehe ich mich gefangen zwischen einerseits dem Aspie in mir, der irgendwie zwar neugierig auf neue Info ist, aber bitte keine zu großen Überraschungen und bitte in vertrauter Umgebung, und der Nr. 5 in mir „More Input!!!“ die nichts scheut, um eben mehr Input zu erhalten.
Das MBSR-Seminar war ein kleines Abenteuer, allerdings gut machbar, da ja die beste Ehefrau von allen dabei war und sie mir immer eine Stütze ist.

Jetzt allerdings stürze ich mich Hals über Kopf in gleich noch mehr Abenteuer… morgen fahre ich zum Sketchnoting Workshop nach München – das ist nur ein Eintagesausflug – und bin schon sehr hibbelig, was ich dort erfahren werden. München? War ich schon. Bekomme ich hin.

Und dann kommt eben das große Spontan. Ich beäuge seit wochen diverse Visualisierungskurse mit großem Interesse und überlege hin und her welchen ich wann wie machen könnte… immer theoretisch, denn die kosten ja kostbare Urlaubstage, da die meisten nicht nach Bildungszeitgesetz förderbar sind. Vorgestern zu entdecken, dass ein von mir favorisiertes Seminar auf einmal nur noch 2/3 der ursprünglichen Gebühr kosten soll, da es zwei Wochen vor Beginn noch kaum gebucht wurde setzte etwas in Gang. Der Schwabe in mir sagte sich: So schaff ich es, das ganze Seminar (also Zugfahrt und Hotel und Seminar) für weniger Kohle als die ursprünglichen Gebühren gewesen wären.
Und so habe ich denn in vollem Spontan Visual Scrum für den 13. und 14. Februar gebucht. Zu Karneval im Rheinland. Orr. Aber okay, ich habe mir vorgenommen, das zu schaffen. In der Bahn in der 1. Klasse zu sitzen hilft sicher. Und Kontakt vor Ort, den ich über Telegram schon mal herstellen konnte (hach wie gut dass irgendwie immer einer Ingress spielt, egal wo Du hinkommst) hilft auch.
Nichtsdestotrotz ein Abenteuer. Zwei Tage Kurs in fremder Umgebung. Ich weiß nur, dass gezeichnet wird bis die Stifte brennen.
Unsicher bin ich mir nur noch in Bezug auf das Hotel. Soll ich in das Seminarhotel oder nicht? Geld sparen und ein günstigeres nehmen und nicht wissen, was zu Karneval auf mich zukommt, oder in ein teureres Businesshotel gehen und zumindest damit rechnen, dass mir keine Besoffenen in die Quere kommen? Ich hab mich noch nicht entschieden.

MBSR-Einführungskurs

Der ist einen eigenen Blogpost wert. Ja, ich war skeptisch. Achtsamkeit ist so ein doofes Schlagwort. Andererseits gibt es das ja als MBCT auch in einer „Anti-Depri-Variante“ (…nur leider ist es da sauschwer, einen Kurs außerhalb eines Kliniksettings zu kriegen. Zumindest um Stuttgart rum.)

So sind wir also ins Allgäu gefahren, um an einem Wochenende mal in MBSR reinzuschnuppern. Was soll ich sagen? Ich war begeistert. Die Meditationselemente sind geführt, es gibt also immer die Stimme des Trainers, um sich festzuhalten bis man den Ablauf verinnerlicht hat. Das dann eben auch mit so wunderbaren Aussagen wie „nimm es wahr, aber mach keine Geschichte drum“.
Skizze, in der einzelne Elemente aus dem MBSR beschrieben werden.
Dann habe ich begriffen, dass ich nach der Definition von MBSR schon länger meditiere, mich auf meinen Atem konzentrieren und alle anderen Gedanken abschalten? Geht.
Insgesamt ist es, denke ich, eine gute Methode um sich selber zu zentrieren und sich immer wieder die wichtige Frage zu stellen „Ist das förderlich für mich? Ist das förderlich für die Allgemeinheit?“

Übrigens – das hier eingebundene Bild ist eine Sketchnote, in der ich die für mich wichtigsten Elemente des Wochenendes aufgenommen habe.

Gänseblümchen der Woche KW4 /2018

Gänseblümchen… sind mir am Wochenende auch begegnet, auch wenn die in unserem MBSR-Kurs anders hießen.

Montag: Kein Gänseblümchen, nur Bauchweh.
Dienstag: Diverse Gänseblümchen, unter anderem das Verständnis einer weiblichen Vorgesetzten für Bauchweh.
Mittwoch: Der gemütliche Kaffee mit der besten Ehefrau von allen.
Donnerstag: Endlich habe ich meinen Jack wieder. Eigenes Auto ist was schönes 😀
Freitag bis Sonntag: Der MBSR-Einführungskurs in Sonthofen. Sehr lehrreich, sehr anregend.

Gänseblümchen der Woche KW 4 / 18

Gänseblümchen, doch, ja davon gab es in der letzten Woche schon einige. Wenn auch nicht ganz so viele wie in der Woche davor.
Ich habe mich an meinem neuen Arbeitsplatz gut eingelebt und komme mit dem, was an Anforderungen so auf mich zukommt gut klar.
Sketchnoting hat sich als Methode bewährt. Ich bekomme das erstaunlich gut hin und freue mich auf den Workshop übernächste Woche.
Habe meine erste Baklava gebacken und die war ein voller Erfolg!
Das Schichtkuchentreffen am Samstag war auch richtig super.

Visualisierung, Sketchnoting und andere Gedanken…

Manchmal ist es schon lustig, dass man sein Leben lebt, sich eingerichtet hat und viele Dinge einfach hinnimmt, weil sie so sind. Zum Beispiel, dass ich beim Suchen eines Gegenstandes immer ein mentales Foto des letzten Orts an dem ich den Gegenstand gesehen habe bekomme, und dann diesen Snapshot einkreise. Normalerweise finde ich das Ding dann auch darüber. Genauso, dass ich etwas finde, wenn es so aussieht wie ich erwarte. Habe ich aber eine falsche Farbe abgespeichert (z.B. assoziiere ich die CD „ABBA Gold“ mit einem schwarzen Cover, der Rücken ist aber glaube ich weiß) kann ich suchen bis ich schwarz werde. Ich kann das Ding vor Augen haben und sehe es nicht.

Es brauchte einen kräftigen Stipps von außen, um mich darauf zu stoßen, dass ich meine bildhafte Vorstellungsgabe, mein stark visuelles Gedächtnis, nutzen könnte. Ungefähr gleichzeitig stolperte ich über das Thema Sketchnoting (also „protokollieren in Skizzen“) habe festgestellt, dass dies genau die Art von Protokoll ist, die sich in meinem Hirn festsetzt. So richtig. Außerdem scheine ich diese Art des Skizzierens schon ex hohlo Baucho recht gut zu beherrschen.

Das alte Problem: Wenn du bei einem Vortrag mitschreibst, fließen die Worte des Vortragenden ohne echte Zwischenverarbeitung aufs Papier. Man schreibt leere, hohle Phrasen mit und hat hinterher Notizen, die man sich nie mehr anschaut.
Wenn Du einen Vortrag mit Sketchnotest, übersetzt Du alles, was Du hörst in Bilder. Mit hohlen Phrasen geht das nur nicht 😀 Das durfte ich beim letzten Vortrag hier auf der Arbeit erfahren… ich habe die ersten paar Minuten nichts gezeichnet, das war das übliche Begrüßungsblah. Dann kam eine heiße Phase in welcher der Bleistift ständig kritzelte. Und dann? Wieder Leerlauf. Eeewig viel Leerlauf. Wenn ich den Vortrag heute, nach ein paar Tagen, Revue passieren passe war er aber genau so.

Aus diesen Erfahrungen hat sich ergeben, dass ich tatsächlich eine Perspektive vor mir sehe, die ich früher nicht in Betracht gezogen habe. (ihr wißt schon: „Ich kann nicht zeichnen…“ – kann ich doch.) Visualisieren für andere. Sichtbar machen, was sie sagen, sich aber nicht vorstellen können. Mal schauen, ob sich daraus eine Fortbildungsserie ergibt, die ich doch mache. Hatte ja mal gesagt „och nööö“, aber Visual Facilitator, das könnte was sein.

Gänseblümchen der Woche KW3/18

So, jetzt mal zu einem neuen Gänseblümchenformat 😉 So wie das Motto der Woche sind es ja auch die Gänseblümchen der Woche.

Was gab es in der letzten Woche an Gänseblümchen?
– Ich bin ein Zimmer weiter gezogen, und somit in der Hackordnung einen Schreibtisch nach oben gerutscht. Das neue Team gefällt mir sehr gut und ich glaube, dass ich hier besser aufgehoben bin.
– Zuhause habe ich meine Arbeitsecke mit dem HiDesk jetzt super eingerichtet und kann somit auch wieder zu Hause sinnvoll arbeiten, wenn das anliegt.
– ich habe brav Visualisieren geübt. Fast jeden Tag. Mein Vokabular nimmt also zu und zu.
– Wir waren im Theater. „Arsen und Spitzenhäubchen“. Spitzenhäubchen trugen die Tanten nicht, aber ich habe mich scheckig gelacht.