Gänseblümchen der Woche KW 4 / 18

Gänseblümchen, doch, ja davon gab es in der letzten Woche schon einige. Wenn auch nicht ganz so viele wie in der Woche davor.
Ich habe mich an meinem neuen Arbeitsplatz gut eingelebt und komme mit dem, was an Anforderungen so auf mich zukommt gut klar.
Sketchnoting hat sich als Methode bewährt. Ich bekomme das erstaunlich gut hin und freue mich auf den Workshop übernächste Woche.
Habe meine erste Baklava gebacken und die war ein voller Erfolg!
Das Schichtkuchentreffen am Samstag war auch richtig super.

Visualisierung, Sketchnoting und andere Gedanken…

Manchmal ist es schon lustig, dass man sein Leben lebt, sich eingerichtet hat und viele Dinge einfach hinnimmt, weil sie so sind. Zum Beispiel, dass ich beim Suchen eines Gegenstandes immer ein mentales Foto des letzten Orts an dem ich den Gegenstand gesehen habe bekomme, und dann diesen Snapshot einkreise. Normalerweise finde ich das Ding dann auch darüber. Genauso, dass ich etwas finde, wenn es so aussieht wie ich erwarte. Habe ich aber eine falsche Farbe abgespeichert (z.B. assoziiere ich die CD „ABBA Gold“ mit einem schwarzen Cover, der Rücken ist aber glaube ich weiß) kann ich suchen bis ich schwarz werde. Ich kann das Ding vor Augen haben und sehe es nicht.

Es brauchte einen kräftigen Stipps von außen, um mich darauf zu stoßen, dass ich meine bildhafte Vorstellungsgabe, mein stark visuelles Gedächtnis, nutzen könnte. Ungefähr gleichzeitig stolperte ich über das Thema Sketchnoting (also „protokollieren in Skizzen“) habe festgestellt, dass dies genau die Art von Protokoll ist, die sich in meinem Hirn festsetzt. So richtig. Außerdem scheine ich diese Art des Skizzierens schon ex hohlo Baucho recht gut zu beherrschen.

Das alte Problem: Wenn du bei einem Vortrag mitschreibst, fließen die Worte des Vortragenden ohne echte Zwischenverarbeitung aufs Papier. Man schreibt leere, hohle Phrasen mit und hat hinterher Notizen, die man sich nie mehr anschaut.
Wenn Du einen Vortrag mit Sketchnotest, übersetzt Du alles, was Du hörst in Bilder. Mit hohlen Phrasen geht das nur nicht 😀 Das durfte ich beim letzten Vortrag hier auf der Arbeit erfahren… ich habe die ersten paar Minuten nichts gezeichnet, das war das übliche Begrüßungsblah. Dann kam eine heiße Phase in welcher der Bleistift ständig kritzelte. Und dann? Wieder Leerlauf. Eeewig viel Leerlauf. Wenn ich den Vortrag heute, nach ein paar Tagen, Revue passieren passe war er aber genau so.

Aus diesen Erfahrungen hat sich ergeben, dass ich tatsächlich eine Perspektive vor mir sehe, die ich früher nicht in Betracht gezogen habe. (ihr wißt schon: „Ich kann nicht zeichnen…“ – kann ich doch.) Visualisieren für andere. Sichtbar machen, was sie sagen, sich aber nicht vorstellen können. Mal schauen, ob sich daraus eine Fortbildungsserie ergibt, die ich doch mache. Hatte ja mal gesagt „och nööö“, aber Visual Facilitator, das könnte was sein.

Gänseblümchen der Woche KW3/18

So, jetzt mal zu einem neuen Gänseblümchenformat 😉 So wie das Motto der Woche sind es ja auch die Gänseblümchen der Woche.

Was gab es in der letzten Woche an Gänseblümchen?
– Ich bin ein Zimmer weiter gezogen, und somit in der Hackordnung einen Schreibtisch nach oben gerutscht. Das neue Team gefällt mir sehr gut und ich glaube, dass ich hier besser aufgehoben bin.
– Zuhause habe ich meine Arbeitsecke mit dem HiDesk jetzt super eingerichtet und kann somit auch wieder zu Hause sinnvoll arbeiten, wenn das anliegt.
– ich habe brav Visualisieren geübt. Fast jeden Tag. Mein Vokabular nimmt also zu und zu.
– Wir waren im Theater. „Arsen und Spitzenhäubchen“. Spitzenhäubchen trugen die Tanten nicht, aber ich habe mich scheckig gelacht.

Die Juhu-Liste

Bei meinen akutellen Stöberreisen durch den Pinterest und Instagram-Raum bin ich auf folgenden Artikel gestoßen:
Woche 52: Eine Juhu-Liste zum guten Schluss
und habe festgestellt, dass das eine Idee ist, die ich auf jeden Fall aufgreifen und durchziehen will.
Jeden Tag ein Juhu, mit den abgearbeiteten Tasks, einer kurzen Sketchnote und etwas Schönem, das ich mir gönne.
Irgendwie eine schöne Verbindung der Gänseblümchen mit der guten, alten To-Do-Liste. Dann noch den Kernsatz der „drei To Dos pro Tag“ berücksichtigen und alles ist im Pudding. Oder?
Ich war mir zwar sicher, dass ich die 3×5-Methode schon mal ausgiebiger beschrieben habe, aber ich finde den Post nicht, deshalb noch mal von vorne.

Die 3×5-Methode nach Matthias Büttner zielt, wie GTD nach David Allen darauf ab, wie man im Büro- und Geschäftsalltag effizienter wird. So weit so gut. Nur geht es uns Depressiven oft gar nicht um Effizienz, sondern darum, überhaupt etwas geregelt zu bekommen. Aber auch da kann man meiner bescheidenen Meinung nach etwas lernen.
Von David Allen, dass man nicht irgendein WischiWaschi aufschreibt, das eventuell ein ganzes Projekt umfasst, sondern einen konkreten nächsten Schritt. Nicht „Irgendwie an ne neue Scheckkarte kommen“ sondern „Bank anrufen“.
Von Matthias Büttner, dass lange ToDo-Listen immer kontraproduktiv sind, denn die meisten Leute haben auch im Privatleben mehr ToDos als sie jemals fertig bekommen. Also, nimm Dir drei vor. Nur drei, die Du an einem bestimmten Tag erledigt bekommen willst. „Bank anrufen, Brot einkaufen, Wäsche waschen“. Drei Dinge. Drei Sachen, die nicht viel Zeit brauchen und die man ja doch irgendwie machen muss.
Ich selbst kombinieren das dann immer noch mit meinen MindPapers, mit Karteikarten die ToDo und Themenspeicher sind, die mir immer wieder Nachschub geben.

Also sollte die Juhu-Liste für mich eine Karteikarte sein. Mit drei Slots für drei ToDos, und mit Platz für viel Juhu als Belohnung wenn ich das alles erledigt habe. Oder so. Ich werde sehen.

A long, long time ago…

nicht in einer fernen Galaxis sondern auf diesem Blog, habe ich es geschafft, regelmäßig zu posten und euch an meinem Leben teilhaben zu lassen. Wie das so ist, manchmal fällt man in ein Loch und merkt nicht mal, dass man drin ist.
Das Loch war nicht mal die Depression, das Loch war schlicht und ergreifend so viel Arbeit, dass ich abends keine Luft mehr hatte und mir auch die Schreibpausen im Büro nicht abgnibbeln konnte.

Nachdem ich jetzt die Weihnachtspause mit Faulera und Sofalis verbracht habe und ein Zimmer weitergezogen bin, werde ich wieder alles tun, um jede Woche ein Update zu posten.

Auf ein neues Jahr, auf einen neuen Versuch.

Und: Viele, viele bunte Gänseblümchen!