Mystery Blogger Award

Logo des Mystery Blogger Awards, Schriftzug in einem Kranz aus roten und rosefarbenen Ginko-Blättern in Wasserfarbenoptik

The Mystery Blogger Award

Mein herzlicher Dank geht zunächst an Katrin von Musikhai.com, deren Blog über ein Leben als junger Mensch im Altenheim mir doch immer wieder das Schmunzeln ins Gesicht treibt. Ich freue mich sehr, dass sie meinen Blog nominierungswürdig findet. Hier ist der Link zu dem Post, in dem sie mich nominiert hat.

Über den Mystery Blogger Award

Die Urheberin des Awards, Okoto Enigma, beschreibt ihre Intention so:
„This is an award for amazing bloggers with ingenious posts. Their blog not only captivates, it inspires and motivates. They are one of the best out there, and they deserve every recognition they get. This award is also for bloggers who find fun and inspiration in blogging and they do it with so much love and passion.“

Die Regeln:

  • Stelle das Logo in dein Blog.
  • Liste die Regeln auf.
  • Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog bei.
  • Nenne die Urheberin des Awards und füge ebenfalls einen Link bei.
  • Erzähle den Lesern drei Dinge über dich.
  • Nominiere 10 bis 20 Personen.
  • Informiere die Nominierten, indem du in ihrem Blog kommentierst.
  • Stelle den Nominierten fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein.
  • Teile einen Link zu deinen besten Posts.

Drei Dinge über mich

…die ihr noch nicht wisst. Zur Erinnerung, ich habe in den früheren Award-Posts ja auch Infos über mich geliefert.

  • Meine Spitznamen: Haben alle eine Geschichte. Die „IcePrincess“ wurde mir als Piloten-Spitzname schon vor zwanzig Jahren verliehen. Damals war ich mir über meine sexuellen Vorlieben noch nicht so recht im Klaren, die Jungs bekamen nur mit, dass ich einen nach dem anderen abblitzen ließ. „Coeurdesouriceau“ habe ich selber erfunden, eigentlich mehr als Marke. Die beste Ehefrau von allen liebt den Schmuck von Coeur de Lion, den konnte ich mir damals aber nicht leisten. Ich machte ihr selber eine Kette, die stilistisch daran angelehnt war. Und da ich nun mal die „Maus“ bin und sie das „Bärchen“, war es das Mäuseherz, nicht das Löwenherz, das die Kette fertigte.
  • Als Kind wollte ich unbedingt Astronautin werden. Oder zumindest Pilotin. Davon hatte ich so realistische Vorstellungen, dass ich diesen Traum tatsächlich erst in der siebten Klasse begraben habe, als ich sehr schnell sehr kurzsichtig wurde.
  • Ich wäre gerne ordentlich. Um mich herum herrscht eigentlich immer Chaos. Klar, ich finde problemlos alles wieder, da hilft mein starkes visuelles Gedächtnis. Aber… irgendwie finde ich, dass ich das im Laufe meiner Üvi gelernt haben sollte.

Die Antworten auf die fünf Fragen von Katrin:

1. Wenn du ein Instrument spielen könntest, welches wäre es?
Noch eins? Vielleicht fange ich mal mit denen an, die ich spiele 😉 Blockflöte (Sopran und Alt), Traversflöte, klassisch Gitarre, E-Bass, außerdem habe ich eine Gesangsausbildung. Dilettieren tu‘ ich auf der Harfe und dem Klavier, auch auf diversen Percussioninstrumenten (Bodhran und Cajon).
Ein neues? Ehmm…. schwierig. Ein Streichinstrument vielleicht, Cello oder so. Oder… ich glaube, ich würden gerne „richtig“ Klavier spielen können. Mehr als die Akkorde und das Faken, das ich jetzt hinbekomme. Mich im Singer-Songwriter-Style so richtig selber am Klavier begleiten können, so wie Billy Joel oder Elton John, das wäre cool.

2. Welche Reise würdest du gerne noch machen?
Eine? Uhh… da fallen mir mindestens drei ein. Ägypten, Australien und Nordamerika. Ägypten natürlich wegen der „alten Ägypter“. Australien und Nordamerika gerne lang und ausgiebig wegen der Kulturen der Natives.

3. Du darfst eine Rolle in einem Film übernehmen. Welche Rolle? Welcher Film?
Der Film „Mein Leben“ mit mir in der Hauptrolle? Diese Frage ist für mich erstaunlich schwierig, denn immer, wenn ich mich aus mir rausdenke, kommt ein Mann dabei heraus. Wie soll ich den aber denn nun spielen? Ich beschränke mich also aufs Tischrollenspiel, wo meine körperliche Disposition keine Rolle spielt. Wenn es denn eine Frau sein muss, dann die Verfilmung eines Sci-Fi-Buches, das ich auf meiner ersten Studienfahrt in England gekauft habe, „Skirmish“. In Melacha Rendell erkenne ich einfach sehr viel von mir wieder.

4. Wen würdest du gerne mal kennenlernen?
Uiuiui… noch eine schwierige Frage. Wobei, nein, eigentlich gar nicht schwierig. Stephen Hawking oder Michail Gorbatschow.

5. Wirst du am 24.09. zur Wahl gehen? Warum?
Ich gehe auf jeden Fall. Wenn wir nicht versuchen, etwas zu ändern, wird sich nichts ändern. Außerdem hat ein Nichtwähler meiner bescheidenen Meinung nach kein Recht, sich über die Politik aufzuregen, die gemacht wird. Er hat ja nicht versucht, was zu ändern.

Meine Fragen an die Nominierten

…nebst meinen Antworten.

  • Hast Du auch einen Spitznamen? Wenn ja, hat der eine Geschichte?
  • Was ist Dein absolutes Lieblingsessen?
    • Lasagne. Könnte ich jeden Tag essen.
  • Tee, Kaffee oder Kakao?
    • Milchkaffee
  • Was für Musik hörst Du am liebsten?
    • Alles quer durch die Achtziger, Rock, gerne auch Symphonisch. Ich liebe Musical. Klassische Musik ist so ’ne Sache für sich, aber von Bach liebe ich eigentlich alles. Mozart macht mich aggro, keine Ahnung warum.
  • Du darfst eine Ritter-Sport-Sorte kreieren. Was für eine wäre das?
    • Indian Summer, Erdnussbutter mit Cranberries

Dies sind meine nominierten Personen bzw. ihre Blogs

All diese Blogs inspirieren und begeistern mich. Für mich sind sie alle etwas besonderes.

Meine besten Posts
Ich würde mal sagen: Die von meinen Posts, die mir am wichtigsten sind.

  • http://neuesausdermikrowelle.net/2017/02/13/warum-ich-nicht-unter-pseudonym-blogge/
  • http://neuesausdermikrowelle.net/2017/02/23/depression-und-gtd/
  • http://neuesausdermikrowelle.net/2017/05/09/looking-back-over-my-shoulder-1/
  • http://neuesausdermikrowelle.net/2017/05/15/looking-back-over-my-shoulder-2/

Multikulti in Deutschland – ein Gedankengang in fünf Absätzen.

Dieser Gedankengang entstand im Urlaub. Als wir mit unseren Vermietern darüber gesprochen haben, was in Frankreich so problematisch daran ist, Bretone bleiben zu wollen. In Frankreich gilt eine „eine Sprache, eine Kultur“-Regelung, die von oben (Paris) übergebügelt wird. Das wurde seit den Sechzigerjahren zwar besser, aber es ist für Regionen noch immer sehr schwer, eine eigene Identität zu behalten.

In Deutschland ist man Schwabe, oder Bayer, oder Friese, oder Sachse, oder… oder… oder. Fast jeder Deutsche definiert sich doch erst einmal über seinen Dialekt. Danach kommt die Region. Nicht über das Bundesland, das kommt – wenn überhaupt – an dritter Stelle. Erst bin ich Schwabe, dann bin ich Württemberger, dann bin ich Deutsch.
Am Dialekt hängt so viel kulturelles. Am Dialekt hängen Trachten, Bräuche, daran hängen… ganze Kulturen. Menschen die auch innerhalb Deutschlands unterschiedlich wahrgenommen werden. Man hat Vorurteile über Dialektgruppen, man hat Vorstellungen des archetypischen Dialektsprechers. Legendär ja auch der Werbespruch für Baden-Württemberg „Wir können alles, außer Hochdeutsch.“

Was ist die Deutsche Hochsprache eigentlich? Genaugenommen ein Konstrukt, das mit der Lutherbibel begann, und das darauf ausgerichtet ist, von allen Deutschen gleich gut oder gleich schlecht verstanden zu werden. Über dieses Konstrukt definieren wir das „Deutsch sein“ jenseits unserer Region. Natürlich gibt es auch für „den Deutschen“ Stereotype, solche die wir selbst in der Karrikatur benutzen (der „deutsche Michel“) oder solche, die der Außenwahrnehmung entspringen.

So meistert also jeder Deutsche wenn er ehrlich ist mühelos die Kunst des Multikulti, denn der Sachse nimmt den Bayern und den Friesen auch als Deutsch wahr, selbst wenn sie sich eigentlich sprachlich kaum verstehen, so lange nicht jeder das Konstrukt der Hochsprache verwendet.

Da frage ich mich doch, wieso es so viel schwieriger ist, andere Menschen ganz selbstverständlich als Menschen zu betrachten, nur weil sie einer anderen Kultur (z.B. der Italienischen) entspringen. Obwohl sie hochdeutsch sprechen.

Bretagne für Angeschlagene

Angeregt von Katrins Kommentar, habe ich mir in den letzten Tagen viele Gedanken darüber gemacht, wie man die Bretagne als Urlaubsort für angeschlagene MS-Kranke beschreiben kann.
Alles was ich hier schreibe, entspringt meinen eigenen Erfahrungen und Beobachtungen. Hierzu muss gesagt werden, dass wir ganz bewußt Urlaub im Binnenland des Morbihan machen und nur selten ausgetretene touristische Pfade beschreiten.

Erstmal: Das Hinkommen. Das ist beileibe kein Zuckerschlecken.
– Wenn man mit dem Zug fahren möchte, muss man in Paris umsteigen. Selber habe ich das noch nie gemacht, aber schon von einigen Reisenden gehört, dass dies kein Spaß ist, denn Paris hat nur Kopfbahnhöfe und zwischen denen muss man sich durch die Metro quetschen.
– Mit dem Auto reden wir von rund 1100 Kilometern (von Stuttgart aus gerechnet). Wir fahren das immer in zwei Etappen und haben uns für Reims als Etappenstadt entschieden. Die Autobahnrastplätze in Frankreich sind meiner Ansicht nach deutlich besser auf Rollifahrer eingerichtet als in Deutschland, denn es gibt auf den Picknickplätzen z.B. oft spezielle Tische, die eine breite, gepflasterte „Umrollfläche“ haben, und bei denen man mit dem Rolli direkt an den Tisch fahren kann.

Wenn man das „Hinkommen“ hinter sich hat, kommt es natürlich drauf an, wo und wie man wohnt. Ich selber kenne bisher nur kleine Gites, die sich mit ihren steilen Holztreppen definitiv nicht für wirklich gehbehinderte Menschen eignen. Bei entsprechender Auswahl der Unterkunft ist das denke ich aber auch kein Problem.

Die Temperaturen. Ja, die Bretagne ist nicht so schwülheiß wie der Großraum Stuttgart. Nichtsdestotrotz kann es im Sommer heiß werden, wir hatten drei Tage lang Temperaturen von über 30 Grad. Die lassen sich aber im Schatten am Meer gut aushalten. An den beaufsichtigten Stränden habe ich so was wie „Strandbuggys für Körperbehinderte“ gesehen – die sehen aus wie ein Dreirad mit Pontons, mit dem man den darin sitzenden Menschen ins Wasser schieben kann. Dafür ein dickes Plus. Ansonsten muss man sich den Schatten an den Strand selber mitbringen.Achtung: Der Sand ist superfein und weich wie Seide, er kriecht allerdings in sämtliche verfügbaren Zwischenräume und jedes nicht perfekt verkapselte Kugellager wird ihm zum Opfer fallen.
Die Temperaturen können allerdings auch superschnell abstürzen und man hat Nieselregen bei 20 Grad. Meine Sommererfahrung war bislang die, dass alles vorkam, es aber viele tolle Tage mit 26 oder 27 Grad und Wind hatte. (In diesem Urlaub an 13 von 14 Tagen Sonne)

Die Städchen. Die liegen meist an der Küste oder an einem Fluss. Die Küstenstädchen sind noch halbwegs eben, alles was an Flüssen liegt hat aber meist eine ordentliche Portion Topographie, gerne auch mit einigen sehr steilen Anstiegen. Man sollte auf jeden Fall Kopfsteinpflaster einplanen und damit rechnen, dass auch der Asphalt nicht unbedingt eben ist.

Waldwege. Sind wenn überhaupt geschottert, viele sind einfach nur bessere Trampfelpfade. Ein Rolli sollte hier also eine gewisse Geländegängigkeit aufweisen.

Die „üblichen Sehenswürdigkeiten“ Denkt man an das Morbihan denkt man an Megalithen. Hier gibt es leider nur einen Ort, die ich als „Rolligeeignet mit Einschränkungen“ empfehlen kann, das ist Locmariaquer. Die Wege zwischen den drei Hauptattraktionen sind geschottert und wenn der Rolli schmal ist, kann man sogar in die Table des Marchand reinfahren.
Gavrinis? Das normale Touristenboot kann keine Rollifahrer mitnehmen, der Zugang zum Cairn ist recht steil und der Cairn selber relativ schmal und uneben. Wenn man erst mal da ist, würde es aber wohl funktionieren.
Carnac? Die Aussichtsplattform neben der Straße sieht Rollstuhlzugänglich aus, direkt zu den Menhiren kommt man jedoch nicht. Die stehen einfach im weichen Heideboden , der ist uneben, eben weich, und die Durchgänge sind oft einfach eng.
Insgesamt stehen die Megalithen zu 95% einfach „irgendwo“ in der Landschaft rum und sind für Nicht-Fußgänger nur bedingt gut zu erreichen.

Frankreich selber habe ich als Urlaubsland wesentlich barrierefreier als Deutschland erlebt. Geld- und Parkautomaten auf Rollihöhe, Toiletten, auch Rampen sind ganz selbstverständlich da, genau wie eben am Strand diese Buggys von der Wasserwacht.

Meine ganz persönliche Meinung: Ein Rolli-Urlaub in der Bretagne braucht auf jeden Fall Vorbereitung und gute Französischkenntnisse. Ansonsten hängt sehr viel davon ab, was man machen möchte.