Wie erfinde ich mich neu?

Eine gute Frage, der ich mich aktuell verstärkt stelle (-n muss), da ich festgestellt habe, dass meine Unzufriedenheit mit meiner aktuellen Stelle stärker und stärker wird. Irgendwann in den letzten wochen hat sich da etwas Unangenehmes eingeschlichen und das wird nicht mehr besser. Ob mir meine Chefin schlicht übel nimmt, dass ich mir die Freiheit genommen habe, mich fortzubilden? Auf eigene Kosten wohl gemerkt. Ganz gleich woran es liegt, die Situation ist wie sie ist.
Auch merke ich dass ich mir endgültig nicht mehr vorstellen kann, so was bis ans Ende meiner Tage zu machen.

Ich habe Freude daran zu erleben, wie Menschen aufblühen, denen ich etwas beibringen kann, einen Weg aufzeigen kann, den sie selber nicht für möglich gehalten haben.
Ich habe Freude daran, mein extremes Kopfkino endlich auf Papier zu bekommen weil der Knoten geplatzt ist und damit noch zusätzlich einen Skill entwickelt zu haben, der gefragt ist. Meine Gabe komplexe Zusammenhänge schnell zu verstehen und einfach zu erklären gehört natürlich auch dazu.

Dies ist der Weg, den ich gehen will. Visualisierung. Als Trainer, als Coach, aber eben auch als Visualisierer für die Gedankengänge von anderen Menschen, die das selber nicht können oder nicht wollen.

Das wiederum kann ich wahrscheinlich nur als Freelancer tun. Also zumindest als Teilzeit-Freelancer. Huh. Ein Schritt, vor dem mir irgendwie schaudert. Freelance. Mit MS. Aber… warum eigentlich nicht? Wenn ich mir die Tagessätze so anschaue, die unsere Coaches bezahlt bekommen… da kann ich es mir leisten, ein bis zwei Tage die Woche beim Kunden zu arbeiten und den Rest der Woche zwar nicht direkt frei zu machen aber mit freier Zeit- und Krafteinteilung alles andere gestemmt zu bekommen, also Vor- und Nachbereitung sowie „Administratives“.

Wird mich das mehr Kraft kosten als mein Job bisher? Am Anfang wahrscheinlich schon. Aber ich glaube, dass ich zufriedener und glücklicher sein werde.

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