Und sonst so?

Tja, und dann war er wieder da, der Gedanke.
Verglichen mit anderen Depressiven deren Blogs ich lese, geht es mir gut, relativ stabil und aktuell wenigstens nur immer wieder mal Niedergeschlagen.
Verglichen mit anderen MS-Kranken deren Blogs ich so lese, geht es mir gut. Ich steh auf meinen eigenen zwei Beinen, kann nach so vielen Jahren noch voll arbeiten und eigentlich alles machen, worauf ich Lust habe (außer Ski fahren…) so lange ich auf meinen Puls aufpasse, und dafür gibt es technische Hilfsmittel 😉 Konkret ist das eine Pulsuhr, die am Handgelenk sehr präzise misst, bei der ich selber einen Pulsbereich angeben kann in dem ich mich bewegen muss, und die mich bei Überschreitung desselben anvibriert.

Und da blogge ich über mein Leben mit den Krankheiten? Wo es mir doch gut geht?

Okay, abgesehen von den Wortfindestörungen, die ich aktuell immer wieder habe. Ihr wißt schon, wenn man so ein Dings, so ein… na ja, Dings halt… aus seiner Erinnerung benennen will und partout nicht weiß was jetzt das Wort dafür ist. Nicht auf Deutsch, nicht auf Englisch, gar nicht.

Tscha…

Andererseits… kann ist es vielleicht ein Ansporn? Oder auch ein Schaufenster auf die „andre Seite“? Depression kann man in den Griff kriegen. Nicht immer, nicht bei jedem Patienten, aber man kann es schaffen.
MS kann einen innerhalb von kürzester Zeit so zerlegen dass gar nichts mehr geht. Aber es kann eben auch gut gehen, so dass man lange Ruhe hat oder die Schübe sich wenigstens immer gut zurückbilden.

Ein Gedanke zu „Und sonst so?

  1. Hey, das ist doch super 🙂 Es DARF dir auch mal gut gehen! Geniesse die Zeit, berichte darüber, wenn du magst. Das macht anderen Mut. Das Leben kann auch mal schön sein!

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