Die Maschine mit dem *Bing*

oder… was mir gerade so alles durch den Kopf geht. Irgendwie wollte ich schon seit Tagen wieder was sinnvolles schreiben, aber es sind halt so viele verschiedene Facetten und Faktenfetzen. Wie in einem Monty-Python-Film. Der Sinn des Lebens im Allgemeinen, im Besonderen und mit Bezug auf die Mikrowelle…

Also, erst mal: die Premieren. Ich bin ja immer noch ganz platt, wenn ich *noch* ne neue Funktion in meinem neuen Auto entdecke.

  • Ich hatte jetzt also das erste Mal, dass eine SMS während des Fahrens kam…
    Auto so: „Sie haben eine neue SMS erhalten. Soll ich sie vorlesen?“
    Ich so: „Wha???“ Vorlesen lassen habe ich sie nicht, hab mich dazu entschieden ihm zu sagen, dass er’s ignorieren soll.
  • Dann: der erste Telefonanruf. Wenn es mitten aus der Musik raus klingelt… dann ist das also ein Anruf. Jawollja. Das war sehr praktisch und cool.
  • Die dritte Premiere war „Jack und die Selfies“ – ach ja, der Kleine heißt Jack, Union Jack, Black Jack, Jack-in-the-Box, Jumping Jack Flash – ich war mit zwei Kolleginnen beim Mittagessen und die beiden mussten während der Fahrt Selfies von sich im Cabrio machen. Grins.

Dann? Habe ich ja zusammen mit Fräulein Voni einen „wir motivieren uns gegenseitig zu mehr Bewegung“-Dialog gestartet, der sehr gut tut. Schlicht, weil jemand sich dafür interessiert ob Du was getan hast und Dich nicht verurteilt, falls es doch nicht geklappt hat. Mehr Achtsamkeit gegenüber meinem Körper, die hoffentlich dazu führt, dass ich es wieder schaffe einige Pfunde loszuwerden.

Und? je mehr ich in Blogs von Aspergerfrauen reinlese desto mehr finde ich mich darin wieder. Ich bin also nicht (nur) wegen meiner Hochbegabung ein Alien in dieser Welt. Offensichtlich hat mir die „Krücke Hochbegabung“ schon als Jugendliche so viel Kraft gegeben damit fertig zu werden, dass halt nun mal alle anders sind weil die nicht hochbegabt sind, dass ich meine typischen Aspie-Macken auf die Hochbegabung eingenordet habe. Wow.
Auch gestern, als ich beim „Ich-Darf“-Karten-Beitrag von Annie auf Hoffnungsschein darüber nachgedacht habe, was ich draufschreiben möchte, war die „perfekte Maske“, das „perfekte Funktionieren“ ein ganz klares Thema, das ich ja eigentlich kenne. Etwas, das in meiner Therapie ausgiebig thematisiert wurde und von dem ich weiß, das es nicht gut für mich ist. Also das Funktionieren, die Maske und vor allem das „Perfekt“.

Die MS zehrt ja noch zusätzlich an meinen Kraft-Löffeln und die Kompensationsfähigkeit lässt offensichtlich mit dem Älterwerden nach, also muss ich mich tatsächlich offensiver mit meinem „Anderssein“ beschäftigen. Immerhin artet es nicht in „Spezialinteresse“ aus, das sind gerade Zwirnknöpfe :). Spezialinteressen wechseln bei mir ja regelmäßig, immer wenn ich ein Thema „ausreichend weit“ abgefrühstückt habe, kommt das nächste dran.

Kommentar verfassen