Liebster-Award

Ich fühle mich richtig geehrt, noch kein halbes Jahr in meiner Bloggerkarriere und schon saust hier der zweite Award ein.

Untertauchen hat mich für den „Liebster“-Award nominiert und ich freue mich wie Bolle. Ihr Blog gehört zu den ersten Blogs, denen ich anfing zu folgen, als ich das „Projekt Mikrowelle“ gestartet habe und ich folge Ihrem Leben bis heute gespannt.

Die Regeln:

  • Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
  • Beantworte 10 Fragen, die dir vom Blogger gestellt wurden, der dich nominiert hat.
  • Nominiere bis zu fünf Blogs.
  • Informiere sie über die Nominierung.
  • Erstelle 10 eigene Fragen für die Nominierten.

1. Worüber bloggst du und warum

Wie der Titel meines Blogs ja schon sagt schreibe ich über das Leben, die MS, meine Depression und den ganzen Rest. Warum? Gute Frage eigentlich. Mir war danach und ich habe bis heute ein gutes Gefühl dabei. Ich hoffe, mit meinem Blog dem einen oder anderen da draußen eventuell etwas Hilfestellung dabei zu geben, wie man mit dieser (übrigens gar nicht so seltenen!) Krankheitskombination umgehen kann. Und ich möchte all denen, deren Blogs ich lese etwas zurückgeben.

2. Welche Sprachen sprichst du und wie hast du sie gelernt?

Das kommt ganz darauf an, wie man zählt, ich würde sagen: vier sind es. Nummer 1 ist für mich Schwäbisch. Zu Hause wird in meiner Familie Dialekt gesprochen. Und Schwäbisch ist eine Sprache für sich, weil es grammatikalische Eigenheiten gegenüber dem Hochdeutschen hat. Nummer 2: Hochdeutsch. In der Schule gelernt, in der Theater-AG verfeinert und spätestens im Gesangsunterricht so weit perfektioniert, dass ich zu den Schwaben gehöre, denen man es wirklich nicht anhört. Wenn ich nicht will. Nummer 3: Englisch, mostly british. Angefangen hat alles mit einer Austausch-schülerin, die bei meinen Eltern zu Gast war als ich ein Knirps von drei oder so war. Sie hat viel mit mir gespielt und gesungen und die Weichen dafür gestellt, dass ich das Englische dann schnell gelernt habe. In der Schule übrigens erschreckend wenig, ich habe sehr früh damit angefangen englisch zu lesen und habe ab der neunten Klasse in der English Drama Group auch auf Englisch Theater gespielt. Zwei Semester Englisch an der Uni haben dann nur noch meine Aussprache perfektioniert. Nummer 4: Der „Knirps“, Französisch. Auch grundlegend in der Schule gelernt. Verstehen tue ich sogar ziemlich viel, spätestens wenn ich ein paar Tage in Frankreich bin. Beim Reden hänge ich mich immer daran auf, dass mir der Wortschatz fehlt. Und da ich mal Latein hatte, kann ich in fast allen romanischen Sprachen irgendwie entziffern, was in der Zeitung steht.

3. Wenn du etwas in der Welt verändern könntest, was wäre das?

Ich würde mir wünschen, dass allen Menschen Toleranz eingeimpft wird. Also, echte. Nicht die so oft geheuchelte. Eine echte Toleranz, die jeden sein lässt, wie er ist und die Grenze nur da zieht, wo die Grenze des anderen überschritten ist. Damit wären fast alle Probleme gelöst, denn wer tolerant ist, wird nicht um des Glaubens oder um einer anderen bescheuerten Weltanschauung wegen Krieg führen. Wer tolerant ist, muss nicht daran erinnert werden, dass er (sie, es, whatever) keine kranken oder behinderten oder sonstwie anderen Menschen ausschließt.

4. Was möchtest du unbedingt noch tun, bevor du stirbst?

Die Bucket List? Gar nicht so einfach, denn ich habe durch die MS gelernt, dass es ein „später mal“ für mich nicht unbedingt gibt. Ich möchte irgendwann mal nach Ägypten und mir die ganzen Pyramiden und so weiter anschauen. Klimatisch geht das nur im Februar und das geht erst, wenn die beste Ehefrau von allen in Rente ist.

5. Welche Person hat dein Leben geprägt und wie?

Eine Person. Das ist überraschend schwierig. Oder auch nicht. Der wichtigste Mensch in meinem Leben ist die beste Ehefrau von allen. Sie hat niemals irgendetwas von mir gefordert, sie nimmt mich wie ich bin und akzeptiert meine Marotten. Besonders zu betonen der Umstand, dass sie bei manchen erst durch diesen Blog anfängt zu verstehen, warum ich manche Ticks habe, wo wir doch schon fast 15 Jahre ein Paar sind. Aber das „Leben prägen“ in der Form sollen ja eigentlich Eltern oder Großeltern. Da müsste ich dann sagen: Mein Papa. Er hat mir alles beigebracht, was im Leben wichtig ist. Authentisch sein, ehrlich sein, kämpfen und immer wieder aufstehen.

6. Hast du Tattoo/Piercings? Wenn ja, wo und was? Was bedeuten sie?

Nein und Nein. Ein Tattoo hätte ich zwar gerne, aber da mir kein Tätowierer garantieren kann, dass die Farbe MRT-Sicher ist, habe ich es bislang gelassen. Wenn es jemals ein Tattoo gibt, dann ist es ein Basschlüssel mit Schneeflocke auf meiner rechten Schulter, das Logo des E-Basses, den ich für mich habe bauen lassen.

7. Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Uhhh, wie ich sie hasse, diese typische Vorstellungs-Gesprächs-Frage. Wo sehe ich mich in zehn Jahren. Noch immer glücklich verheiratet in unserer Wohnung mit unseren zwei fellnasigen Mitbewohnern. Hoffentlich auf einer festen Stelle in einem Betrieb, in dem ich offen leben kann, dass ich nicht nur schwul bin, sondern auch zwei chronische Krankheiten habe.

8. Was machst du als Erstes, wenn du morgens aufstehst? Die Augen auf? Nein, ernsthaft. Ich angle meine Brille, tapse in die Küche und mache mir einen Kaffee.

9. Mit welchen drei Worten würdest du dich beschreiben? Nur drei? Ich bin ich 😉  Wenn es ein paar mehr sein dürfen: Verrückt, kreativ, altklug, spinnert und kindisch, Tüftler und Troubleshooter.

10. Was wünschst du dir zum Geburtstag? Der ist ja gerade erst vorbei 😉 Okay, die große Party war noch nicht. Auf meiner Wunschliste habe ich momentan den Regenmesser und den Windmesser zu meiner NetAtmo-Wetterstation. Ansonsten wünsche ich mir Gesundheit und Süßkram. Immer gerne genommen werden auch Geschenke von „Zeit“.

Nach dem gründlichen Durchkruschteln meiner Blogroll habe ich mich dazu entschlossen folgende Blogger zu nominieren:

http://www.hoffnungsschein.de/ – Ohne das Gänseblümchen der Woche würde mir echt was fehlen.

Borderletters in German – weil ich diesen Blog so gerne lese

Fräulein Voni – und den auch

Rapunzellens Quilt Blog – Weil ich auch gerne quilte

InsideAut – weil mir durch diesen Blog immer wieder vor Augen geführt wird, was an meiner Wahrnehmung vielleicht doch nicht so „normal“ ist wie ich glaubte.

Meine Fragen an euch:

  1. Worüber bloggst Du und warum?
  2. Die Lieblinge: Lieblingsfilm, Lieblingsmusik, Lieblingsmensch, Lieblings…?
  3. Was war dein Berufswunsch als Kind und warum?
  4. Welche Marotte hast du?
  5. Wofür brennst du? Was ist deine größte Leidenschaft?
  6. Was war bisher der spannendste Augenblick in deinem Leben?
  7. Was bezeichnest du als deinen größten Erfolg?
  8. Worüber kannst du herzhaft lachen?
  9. Wohin würdest du gerne reisen?
  10. Wenn du einen Tag nur für dich alleine hast, was machst du?

 

5 Gedanken zu „Liebster-Award

  1. Hey
    Das ist mir eine große Ehre – vielen Dank für die Blumen
    Wenn du das möchtest, beantworte ich gerne deine Fragen, allerdings mache ich schon länger nicht bei Awards mit – nicht weil ich das nicht großartig fände, sondern weil es meinen Blog in zwei Sprachen gibt, was das Weiternominieren immer recht schwierig macht (gerade meine englischsprachigen Leser*innen können wohl mit deutschsprachigen Empfehlungen nix anfangen…).
    Vielen Dank auf jeden Fall und alles Liebe!

      1. Danke für dein Verständnis 🙂
        Dann hier gleich noch meine Antworten:
        1.: Worüber bloggst du und warum?
        Ich blogge über mein Leben mit diversen psychischen Erkrankungen weil Schreiben viel einfacher als Reden ist und es mich total weiterbringt.
        2. Die Lieblinge: Lieblingsfilm, Lieblingsmusik, Lieblingsmensch, Lieblings…?
        Film: Forrest Gump, Musik: Rolling Stones, Mensch: Mein Partner, Buch: Throne of Glass…alles heute, derzeit und kann morgen schon wieder ganz anders sein 🙂
        3. Berufswunsch als Kind und warum?
        Tierärztin – aber nur für Kleintiere weil ich die süß fand und Angst vor Hunden hatte 😀
        4.: Welche Marotte hast du?
        Wo soll ich anfangen :D? Meine Neugierde ist wahrscheinlich die auffälligste 🙂
        5.: Wofür brennst du? Größte Leidenschaft?
        Ich brenne für meine Arbeit weil sie mir ganz viel Sinn gibt und ich mich für die Rechte benachteiligter Menschen einsetzen kann.
        6.: Der spannendste Augenblick deines Lebens?
        Der Abflug als ich für ein paar Monate nach Neuseeland aufbrach – ohne Job, ohne Wohnung, Neustart.
        7.: Dein größter Erfolg?
        Dass ich noch hier bin, vermutlich? Dass ich trotz allem einen wundervollen Job, eine großartige Beziehung habe und jeden Tag aufstehe.
        8.: Worüber kannst du herzhaft lachen?
        Über ziemlich vieles, ich lache gern. Auch über politisch unkorrekte, schwarzhumorige Dinge, die hier vielleicht unangemessen wären 😉
        9.: Wohin würdest du gerne reisen?
        Nochmal nach Neuseeland, das war einfach unschlagbar schön.
        10.: Wenn du einen Tag für dich allein hast, was machst du?
        Ausschlafen, Lesen, Yoga, gaaaaaaanz laut unter der Dusche singen…und bloggen natürlich 🙂

  2. Dankeschön für die Nominierung, ich bin mittlerweile bei der vierten oder fünften angekommen 😉 Bisher hab ich noch keinen einzigen Beitrag dazu verfasst. Normalerweise bin ich auch nicht so der Fan von diesen Aktionen, aber fühle mich doch jedes Mal geschmeichelt. Ich muss mal schauen, ob ich in mein neues Design eine Abteilung Blog Awards einbaue. Dort werde ich dann nochmal genauer erzählen, wieso es mir so schwer fällt mitzumachen und evtl. einige der Fragen beantworten.

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