Eigentlich…

habe ich den Kopf so voll und dann sitze ich doch vor dem Bildschirm und starre Löcher ins Nichts. In den letzten Wochen habe ich im Büro  hochkonzentriert an einer nicht umkomplexen Access-Datenbank gearbeitet (und mich dabei echt drüber aufgeregt, dass ich mit der eingegipsten linken Hand fast nix machen konnte) und jetzt? Habe ich zwar auch noch zu tun, aber es will nicht. Ich muss mich zu jedem Handgriff zwingen.

Depression, ick hör‘ Dir trapsen? Ausschließen will ich es nicht, und mich um so mehr um die Gänseblümchen-Momente kümmern wie „wir haben Fasnetsküchle selber gemacht“. Und mich auf mein neues Auto freuen.

Huh… klingt ganz schön materialistisch, fällt mir gerade auf. Ich kaufe mir dies, kaufe mir das, und warte auf ein neues Auto. Öhm. Nein, Leute, ich bin nicht so reich dass ich eigentlich nicht arbeiten müsste. Der Preis für diese Dinge ist mir eigenlich fast zu hoch. Zuerst ist mein Vater gestorben und dann, kein Jahr später, meine Oma. Die hätten das Geld lieber für sich ausgeben sollen statt es mir zu hinterlassen. Andererseits… was habe ich davon, wenn ich es nicht ausnutze. Mein altes Auto ist nun mal im April vierzehn Jahre alt, davon elf bei mir, und da darf man über ein neues nachdenken, finde ich. Wenn es dann noch ein Traumauto sein darf, um so besser.

Und immer noch sitze ich vor meinen Karteikärtchen, nehme mir eins und versuche nicht über all diejenigen nachzudenken, die noch kommen (müssen) und darüber, dass ich heute morgen noch voller Zuversicht gedacht habe „Nächste Woche die Präsi und dann verkaufen wir das dem Betriebsrat“.

Vielleicht brauche ich aber auch einfach nur etwas Schlaf.

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